Erlebnispädagogik in ISE-Maßnahmen nach Klinik: Stabilisierung von Systemsprengern durch strukturierte Abenteuer
Das post-klinische Vakuum: Warum die Regelversorgung nach der KJP kollabiert
Die Entlassung eines Jugendlichen aus der geschlossenen Kinder- und Jugendpsychiatrie hinterlässt im Hilfesystem der deutschen Jugendhilfe regelmäßig eine Spur der Ratlosigkeit. Statistiken der Krankenkassen und kinderpsychiatrischen Fachverbände in Deutschland belegen seit Jahren eine besorgniserregende Tendenz: Die Verweildauern in Akutpsychiatrien steigen, während die Anschlussfähigkeit an das Regelsystem der Kinder- und Jugendhilfe dramatisch abnimmt. Wenn ein Jugendlicher mit einer Historie von massiver Selbst- oder Fremdgefährdung, schwerer Delinquenz oder chronischer Schulverweigerung aus der stationären Behandlung entlassen wird, steht der Allgemeine Soziale Dienst vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Die klinische Diagnose ist gestellt, die akute Krise medizinisch abgewendet, doch der alltägliche Lebensraum, in den der junge Mensch zurückkehrt, hat sich nicht verändert.
An diesem sensiblen Übergang offenbaren sich die tiefen Versorgungslücken der modernen Jugendhilfe. Klassische Wohngruppen nach Paragraf 34 SGB VIII verweigern in der Regel die Aufnahme, sobald in den Berichten Begriffe wie komplexe posttraumatische Belastungsstörung, schweres FASD oder unbegleitete minderjährige Ausländer mit ausgeprägter Bindungsstörung auftauchen. Die regulären Abfragen über die Betreiberplattformen und die verzweifelten Freiplatzmeldungen für Systemsprenger verhallen wirkungslos. Die freien Träger der Regelversorgung können und wollen das immense Risiko einer erneuten Eskalation im Gruppenkontext nicht tragen. Das Personal ist oft weder für neurodiverse Profile noch für die extremen Verhaltensauffälligkeiten hochgradig traumatisierter Jugendlicher qualifiziert.
Die Dynamik des Systemkollapses und die Belastung der Akteure
Für die betroffenen Familien, aber auch für die zuständigen Sachbearbeiter im Jugendamt, Vormünder und Familiengerichte bedeutet diese Situation eine chronische Überlastung. Wenn der Jugendliche ohne tragfähiges Anschlusskonzept entlassen wird, beginnt eine zerstörerische Eigendynamik. Die Betroffenen spüren das Vakuum, die Angst und die Ablehnung ihrer Umwelt. Das Gehirn eines traumatisierten Jugendlichen, das durch frühe Deprivation und Missbrauchserfahrungen permanent im Überlebensmodus funktioniere, reagiert auf diese gefühlte Bedrohung mit den evolutionär verankerten Mustern: Kampf, Flucht oder Erstarrung.
Die Eskalation in der Familie oder im provisorischen Notunterbringungssetting lässt dann meist nicht lange auf sich warten. Es kommt zu Sachbeschädigungen, körperlichen Übergriffen oder schweren suizidalen Drohungen. Das System reagiert mit polizeilichen Interventionen und der erneuten Einweisung in die geschlossene Psychiatrie. Dieser berüchtigte Drehtür-Effekt zermürbt die Psyche des Jugendlichen vollends und kostet die öffentlichen Haushalte immense Summen, ohne jemals die Ursache des Problems zu berühren. Genau an dieser Sollbruchstelle wird deutlich, dass herkömmliche Instrumente versagen müssen und eine spezialisierte Intensivmaßnahme zwingend erforderlich ist.
Wenn das Extremsetting zur Pflicht wird: Die 2:1-Betreuung von Systemsprengern
In den akutesten Phasen des post-klinischen Vakuums, wenn die Gefährdungslage für den Jugendlichen selbst oder sein Umfeld ein kritisches Niveau erreicht, reicht eine normale pädagogische Begleitung nicht mehr aus. Hier muss das Setting physisch und konzeptionell so hochgefahren werden, dass der junge Mensch zu keinem Zeitpunkt im luftleeren Raum agieren kann. Eine temporäre 2:1-Betreuung von Systemsprengern wird in solchen Hochrisiko-Settings zur unumgänglichen fachlichen Notwendigkeit.
Zwei Betreuungspersonen bieten die essenzielle Basis, um Deeskalationsstrategien ohne den Einsatz repressiver oder freiheitsentziehender Maßnahmen umzusetzen. Wenn ein hochgradig dysregulierter Jugendlicher mit ADHS oder Autismus-Spektrum-Störungen in einen Zustand der totalen Überforderung gerät, erlaubt die doppelte Besetzung eine synchrone Krisenbewältigung. Ein Betreuer kann sich ganz auf die emotionale Co-Regulation und die Beruhigung des Nervensystems konzentrieren, während der zweite Betreuer das Umfeld absichert, Fluchtwege kontrolliert oder im Bedarfsfall administrative Schritte einleitet. Diese Intensität nimmt den Druck aus der Interaktion und verhindert, dass pädagogisches Handeln in reine Schadensbegrenzung umschlägt.
Die Psychologie des Abenteuers: Wie Erlebnispädagogik Blockaden löst
Warum gerade die Erlebnispädagogik in Kombination mit einer Intensiven Sozialpädagogischen Einzelmaßnahme (ISE) nach Paragraf 35 SGB VIII den Schlüssel zur Stabilisierung nach einem Klinikaufenthalt darstellt, lässt sich über die moderne Neurobiologie und Traumapedagogik erklären. SOLSYSTEM Struktur Kompetenz hat sich bewusst darauf spezialisiert, sich mit diesem Ansatz auf anders agierende Kinder und Jugendliche zu fokussieren. Wo das klassische Gespräch in der Therapie oder das Regelwerk einer Heimgruppe als Bedrohung oder Überforderung erlebt werden, bietet das strukturierte Abenteuer in der Natur einen völlig neuen Zugangskanal.
Chronisch traumatisierte Jugendliche weisen eine tiefgreifende Veränderung ihrer Hirnstruktur auf. Der Mandelkern, das Angstzentrum des Gehirns, ist permanent daueraktiv, während das Großhirn, das für rationales Denken, Impulskontrolle und Sprachverarbeitung zuständig ist, in Stressmomenten regelrecht abgeschaltet wird. Ein Jugendlicher, der in der KJP gelernt hat, seine Therapeuten mit den passenden Phrasen zu manipulieren, wird durch rein verbale Pädagogik nicht erreicht. Er hat Abwehrmechanismen entwickelt, die jede klassische Interaktion blockieren. Das Abenteuer in der Natur bricht diese kognitiven Schutzwälle auf, weil es den Körper und die unmittelbare Sinneswahrnehmung anspricht.
Die Natur als wertfreier Spiegel der eigenen Wirksamkeit
Im Wald, am Berg oder auf dem Wasser verliert die pädagogische Interaktion ihren künstlichen Charakter. Wenn ein Jugendlicher versucht, bei einer mehrtägigen Trekkingtour sein Zelt im Regen nicht richtig aufzubauen, wird er nass. Das ist keine Strafe eines Betreuers, gegen die man rebellieren könnte, sondern die unmittelbare, logische und wertfreie Konsequenz der Natur. Diese physikalische Realität akzeptieren selbst extrem grenzüberschreitende Jugendliche erstaunlich schnell.
Die Erlebnispädagogik nutzt diese Dynamik, um blockierte Bindungs- und Verhaltensstrukturen aufzubrechen. Im strukturierten Abenteuer werden die Jugendlichen mit echten, physischen Herausforderungen konfrontiert, die sie nur bewältigen können, wenn sie ihre Impulse kontrollieren und mit ihren Betreuern kooperieren. Der geschützte Rahmen des Abenteuers sorgt dafür, dass die Jugendlichen positive Selbstwirksamkeitserfahrungen machen, die ihnen in ihrer bisherigen Biografie fast vollständig verwehrt blieben. Sie erleben sich nicht mehr als der kranke Patient oder der kriminelle Systemsprenger, sondern als jemand, der aus eigener Kraft einen Gipfel erreicht oder ein Holzfloß gebaut hat.
Das SOLSYSTEM-Modell: Vertrauen und Regulation durch Strukturhelfer im Extremsetting
Wie durchbricht SOLSYSTEM Struktur Kompetenz den Drehtür-Effekt mit ihren spezialisierten Intensiven Einzelbetreuungs-Maßnahmen konkret? Die Antwort liegt in der innovativen Zusammensetzung des Personals und der unerschütterlichen Haltung im Setting. Der Träger verzichtet in der Akutphase nach der Klinikbewältigung bewusst auf den exklusiven Einsatz klassischer, akademisch geprägter Fachkräfte im direkten Alltagskontext. Stattdessen setzt das Modell im operativen Kern auf sorgfältig ausgewählte und intensiv geschulte Strukturhelfer.
Warum Strukturhelfer mehr Vertrauen aufbauen als Fachkräfte, zeigt sich in der alltäglichen Interaktion mit den Jugendlichen. Strukturhelfer bringen oft eine hohe handwerkliche, sportliche oder lebenspraktische Expertise mit und zeichnen sich durch eine enorme psychische Robustheit aus. Sie begegnen dem Jugendlichen ohne das unsichtbare therapeutische Klemmbrett. Für einen Jugendlichen, der eine tiefe Aversion gegen Psychologen, Sozialpädagogen und Gutachter entwickelt hat, ist der Strukturhelfer eine erfrischende, weil berechenbare und authentische Figur. Die Beziehungsarbeit erfolgt nicht über das sezierende Gespräch, sondern über das gemeinsame Tun beim Holzhacken, beim Klettern oder beim Reparieren eines Geländewagens.
Wieso können die Jugendlichen Vertrauen fassen in den Settings von SOLSYSTEM?
Das Vertrauen entsteht durch das Erleben von absoluter Kontinuität inmitten des Chaos. Ein Jugendlicher im Hochrisiko-Setting hat verinnerlicht, dass er jede Bezugsperson durch maximal destruktives Verhalten vertreiben kann. Wenn er in der erlebnispädagogischen Maßnahme eskaliert, suizidale Drohungen ausstößt oder das Camp demoliert, erlebt er bei SOLSYSTEM eine fundamentale Überraschung: Das Team bleibt. Die Strukturhelfer weichen nicht zurück, sie kündigen das Setting nicht, und sie strahlen keine Angst aus. Sie halten den emotionalen Ausbruch des Jugendlichen aus und signalisieren ihm: Dein Verhalten ist extrem, aber es ist nicht stark genug, um unsere Beziehung zu dir zu zerstören.
Diese Erfahrung der Unverstoßbarkeit ist die therapeutische Keimzelle der gesamten Maßnahme. Erst wenn der Jugendliche erkennt, dass seine bewährte Sprengstrategie ins Leere läuft, verliert das dysfunktionale Verhalten seine Schutzfunktion. Sein Nervensystem, das sich in einem dauerhaften Alarmzustand befand, kann sich schrittweise an der Ruhe und Felsigkeit des Strukturhelfers orientieren. So entsteht über Wochen hinweg eine echte neuronale und emotionale Regulation.
Sicherheit als pädagogisches Fundament: Die Rolle von SOLPROTECT und Kriseninterventionsteams
Ein erlebnispädagogisches Setting mit einem chronisch selbst- oder fremdgefährdenden Jugendlichen in freier Natur durchzuführen, grenzt ohne professionelle Absicherung an unverantwortliches Handeln. Warum die Spezialisierung in Hochrisiko-Settings erfolgreich macht, liegt bei SOLSYSTEM in der kompromisslosen Integration von professionellen Sicherheitsstrukturen in den pädagogischen Alltag. Wieso SOLPROTECT-schutz.de in diesen Fällen oft unverzichtbar ist, erschließt sich aus der dringenden Notwendigkeit des kollektiven Schutzes.
SOLPROTECT verbindet den klassischen Kinderschutz mit Elementen des professionellen Sicherheitsmanagements. Die dort eingesetzten Kräfte sind speziell für den Umgang mit dekompensierenden Jugendlichen, dissoziativen Zuständen bei PTBS oder unvorhersehbaren Impulsausbrüchen bei FASD und Autismus geschult. Sie agieren im Hintergrund, sind jedoch im Moment der akuten Krise sofort handlungsfähig.
Die Aufgabenverteilung zwischen Sicherheit und Pädagogik gestaltet sich dabei hochpräzise:
- Physische Absicherung: SOLPROTECT sichert das Camp, die Ausrüstung und die Transportwege, um Fluchttendenzen in suizidaler Absicht oder unkontrollierte Delinquenz im Keim zu ersticken.
- Pädagogische Entlastung: Die Strukturhelfer und Pädagogen werden von der lähmenden Angst vor physischer Gewalt befreit. Sie müssen nicht als Kontrolleure agieren, was die Beziehungsarbeit emotional entlastet.
- Rechtssichere Deeskalation: Bei massiven körperlichen Übergriffen greift ein klar definiertes, gewaltfreies und rechtssicheres Deeskalationsprotokoll, das den Schutz des Jugendlichen ohne Retraumatisierung garantiert.
Warum unser Krisen-Interventions-Team unverzichtbar ist für unsere Erfolge
Ergänzt wird diese Struktur durch das spezialisierte Krisen-Interventions-Team von SOLSYSTEM. Wenn ein Jugendlicher frisch aus der geschlossenen KJP entlassen wird oder eine bestehende Maßnahme eines anderen Trägers akut vor dem Abbruch steht, fliegt dieses Team innerhalb weniger Stunden ein. Sie übernehmen die Fallsteuerung direkt vor Ort, fangen die erste Welle der post-klinischen Entlastungsaggression ab und errichten das erlebnispädagogische Setting im In- oder Ausland. Das Krisen-Interventions-Team fungiert als die operative Speerspitze, die den Raum einfriert, bis die langfristige Betreuungsstruktur durch die Strukturhelfer vollständig etabliert ist. Diese organisatorische Redundanz macht den Träger zur verlässlichen letzten Instanz für Jugendämter und Gerichte.
Der juristische und wirtschaftliche Rahmen individualpädagogischer Intensivmaßnahmen
Jede Form der Erlebnispädagogik im Hochrisiko-Setting bedarf einer lückenlosen und rechtssicheren Verankerung im deutschen Sozialrecht. Als zertifizierte Insoweit erfahrene Fachkräfte (InsoFa) wissen die Verantwortlichen bei SOLSYSTEM, dass die rechtliche Architektur eines Hilfeverlaufs ebenso stabil sein muss wie die pädagogische Struktur vor Ort. Nur so können Haftungsrisiken für die Leitungen der Jugendämter und Vormünder effektiv ausgeschlossen werden.
Das rechtliche Gefüge nutzt hierfür das gesamte Spektrum des SGB VIII sowie die angrenzenden Gesetzbücher, um eine lückenlose Fallsteuerung zu gewährleisten:
- Die primäre Leistungsgrundlage: Paragraf 27 SGB VIII (Hilfe zur Erziehung) in Verbindung mit Paragraf 35 SGB VIII (Intensivpädagogische Einzelmaßnahme) bildet das juristische Kerngehäuse für die erlebnispädagogische Ausgestaltung im In- oder Ausland.
- Der spezifische Förderbedarf: Liegt beim Jugendlichen eine seelische Behinderung oder eine drohende seelische Behinderung vor (beispielsweise durch schwerste Traumatisierungen, ADHS oder Autismus), wird die Maßnahme über Paragraf 35a SGB VIII legitimiert, um den therapeutischen und heilpädagogischen Zusatzbedarfen Rechnung zu tragen.
- Die Krisen- und Schutzrechte: Bei akuten Gefährdungslagen unbegleiteter minderjähriger Ausländer greifen die Paragrafen 42a und 42f SGB VIII, die eine qualifizierte, altersgerechte und krisenfeste Unterbringung vorschreiben. Das erlebnispädagogische Setting bietet hier den idealen Schutzraum weitab von überlasteten Massenunterkünften.
- Die Schnittstellen zum Erwachsenenalter: Um zu verhindern, dass die mühsam erreichten Erfolge mit dem Erreichen der Volljährigkeit kollabieren, steuert SOLSYSTEM die Maßnahmen frühzeitig in Richtung der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX sowie der Sozialhilfe nach dem SGB XII aus. Hierbei kommt insbesondere Paragraf 20 SGB XII eine Bedeutung zu, um die materiellen Grundlagen für eine spätere Verselbstständigung rechtzeitig abzusichern.
Die Mitwirkung des Jugendamtes in familiengerichtlichen Verfahren nach Paragraf 50 SGB VIII profitiert immens von dieser fachlichen Fundierung. Gegenüber den Familiengerichten und Verfahrensbeiständen kann der ASD mit einem Konzept von SOLSYSTEM eine echte, offene und dennoch hochsichere Alternative zur geschlossenen Unterbringung nach Paragraf 1631b BGB präsentieren. Das Gericht muss nicht länger zwischen der unzureichenden Regelgruppe und der Freiheitsentziehung in der Psychiatrie abwägen, sondern verfügt über ein rechtssicheres, individualisiertes Instrumentarium.
Die betriebswirtschaftliche Logik: Warum Qualität Kosten spart
Die Kosten für eine erlebnispädagogische 1:1- oder 2:1-ISE-Maßnahme bewegen sich aufgrund des enormen personellen und logistischen Aufwands im oberen Segment der Jugendhilfetarife. In Zeiten knapper kommunaler Kassen führt dies in den Controlling-Abteilungen der Sozialämter regelmäßig zu Diskussionen. Eine ganzheitliche, langfristige Kosten-Nutzen-Analyse zeigt jedoch unmissverständlich: Warum unsere Maßnahmen auf Zeit gesehen sogar Kosten sparen, liegt in der radikalen Vermeidung von Folgekosten.
Ein Jugendlicher, der ungesteuert im Drehtür-Effekt zwischen geschlossener KJP, Justizvollzugsanstalten, Obdachlosigkeit und permanent scheiternden Regelmaßnahmen pendelt, verursacht im Laufe seiner Biografie Kosten im siebenstelligen Bereich. Jede abgebrochene Maßnahme hinterlässt zerstörte Infrastruktur, bindet immense personelle Ressourcen in den Behörden und führt letztlich zu einer lebenslangen Abhängigkeit von staatlichen Transfersystemen der Eingliederungshilfe. Die Investition in eine spezialisierte Intensivmaßnahme von SOLSYSTEM amortisiert sich, sobald der Jugendliche so weit reguliert und stabilisiert wird, dass er dauerhaft in ein kostengünstigeres Verselbstständigungssetting wechseln oder eine berufliche Ausbildung beginnen kann. Qualität in der Krise ist die wirksamste Form der kommunalen Budgetschonung.
Die Symbiose aus Resilienz und Positivem Mindset in der täglichen Praxis
Wie wir es immer wieder schaffen, Schützlinge ins Leben zurückzubringen, ist kein Geheimnis magischer Methoden, sondern das Resultat einer konsequenten Kultur der Resilienz und des positiven Mindsets. Die Arbeit an den äußersten Grenzen der Jugendhilfe erfordert von den Mitarbeitern eine mentale Verfassung, die durch äußere Erschütterungen nicht ins Wanken gebracht werden kann. Wieso unser System der ständigen Fortbildung und Resilienz-Schulungen hilft, wird im erlebnispädagogischen Alltag schnell deutlich.
Die Strukturhelfer und Fachkräfte bei SOLSYSTEM nehmen an kontinuierlichen Supervisionen und psychologischen Schulungen teil. Sie lernen, die extremen Verhaltensweisen des Jugendlichen nicht als persönlichen Affront, sondern als neurobiologische Stressreaktion zu dechiffrieren. Ein verbaler Angriff oder ein suizidaler Impuls wird nicht mit pädagogischer Kränkung beantwortet, sondern mit professioneller Distanz und emotionaler Zugewandtheit. Diese Resilienz hat eine unglaubliche Macht in der ISE-Maßnahme. Sie bricht die Erwartung des Jugendlichen, der zeitlebens gelernt hat, dass auf seine Aggression unweigerlich Gegenaggression oder Ablehnung folgt.
Wieso wir von SOLSYSTEM so viel von Positiver Mindset-Arbeit halten
Parallel zur Resilienz der Betreuer wird die kontinuierliche Anwendung von positiver Mindset-Arbeit zum zentralen Werkzeug der Veränderung beim Jugendlichen. Systemsprenger sind im Laufe ihrer Karriere Meister der Defizit-Identität geworden. Sie kennen jede ihrer Diagnosen auswendig und nutzen sie oft als Schutzschild gegen jede Form der persönlichen Weiterentwicklung. Sie haben verinnerlicht, dass sie das Problem sind.
Die Mindset-Arbeit bei SOLSYSTEM kehrt diese Perspektive radikal um:
- Ressourcen-Fokus: Im strukturierten Abenteuer wird jede noch so kleine Stärke des Jugendlichen hervorgehoben. Wer geschickt im Feuermachen ist oder Ausdauer beim Wandern zeigt, erfährt sofortige, authentische Anerkennung.
- Reframing der Überlebensstrategien: Die enorme Energie und Kreativität, die ein Jugendlicher aufwenden musste, um Systeme zu sprengen, wird als wertvolle Ressource umgedeutet. Dem Jugendlichen wird aufgezeigt, dass diese Kraft im Kern etwas Positives ist, wenn sie für das eigene Leben statt gegen die Umwelt eingesetzt wird.
- Zukunftsvisionen statt Vergangenheitsfixierung: Die traumatische Vergangenheit wird traumapädagogisch gewürdigt, darf aber nicht länger die Ausrede für destruktives Handeln in der Gegenwart sein. Das Team erarbeitet mit dem Jugendlichen greifbare, attraktive Lebens- und Berufsziele.
Durch diese konsequente Neuausrichtung gelingt es immer wieder, diese komplexen Kinder und Jugendlichen dauerhaft zu stabilisieren und zu regulieren. Sie lernen im Spiegel des strukturierten Abenteuers und durch das unerschütterliche Vorbild ihrer Strukturhelfer, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Die erlernte Hilflosigkeit weicht einer gesunden Selbstwirksamkeit, und der Weg zurück in eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird geebnet.
Fazit und Ausblick
Die Stabilisierung von Systemsprengern nach einem Aufenthalt in der geschlossenen Kinder- und Jugendpsychiatrie erfordert radikal neue Denkansätze in der Kinder- und Jugendhilfe. Der Versuch, hochgradig dysregulierte und traumatisierte Jugendliche über die Standardinstrumente der Regelversorgung aufzufangen, muss in der Praxis zwangsläufig scheitern und den Drehtür-Effekt befeuern.
Wie die langjährige Erfahrung von SOLSYSTEM Struktur Kompetenz eindrucksvoll demonstriert, bietet die erlebnispädagogische Intensivmaßnahme im Rahmen einer hochintensiven Einzelbetreuung einen wissenschaftlich und praktisch fundierten Ausweg aus dieser Sackgasse. Durch das Zusammenspiel von krisenfesten Strukturhelfern, dem spezialisierten Schutz von SOLPROTECT und einer unerschütterlichen, auf Resilienz und positivem Mindset basierenden Haltung, gelingt es, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie sich befinden: im akuten Überlebensmodus. Für Jugendämter, Familiengerichte und Vormünder stellt dieses Modell die wohl effektivste und rechtssicherste Alternative dar, um scheinbar verlorene Hilfeverläufe zu retten und jungen Menschen eine dauerhafte Perspektive im Leben zu schenken.
Durch das spezialisierte Krisen-Interventions-Team ist SOLSYSTEM in der Lage, innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein voll funktionsfähiges, individuelles Setting im In- oder Ausland aufzubauen. Dies verhindert die Entstehung des gefährlichen post-klinischen Vakuums und fängt den Jugendlichen direkt an der Klinikpforte auf.
Jugendliche im Hochrisiko-Setting haben oft tiefe Abwehrmechanismen gegen klassische Therapeuten und Pädagogen entwickelt. Strukturhelfer begegnen ihnen über die authentische, lebenspraktische Ebene des gemeinsamen Handelns in der Natur. Sie bauen Vertrauen auf, indem sie den Alltag unprätentiös teilen und handfeste, berechenbare Orientierung bieten, statt den Jugendlichen primär über Diagnosen zu definieren.
Hier greift das spezialisierte Schutzkonzept von SOLPROTECT-schutz.de. Speziell geschulte Sicherheitskräfte begleiten die erlebnispädagogische Maßnahme im Hintergrund. Sie sichern das Setting physisch ab und deeskalieren akute Krisen nach einem gewaltfreien, rechtssicheren Protokoll, wodurch das pädagogische Team entlastet wird und sich ganz auf die emotionale Co-Regulation konzentrieren kann.
Ja, SOLSYSTEM führt diese intensiven Einzelmaßnahmen je nach Indikation sowohl in abgelegenen Regionen Deutschlands als auch im europäischen Ausland durch. Das Ausland bietet oft den unschätzbaren Vorteil einer vollständigen Reizreduktion und des physischen Bruchs mit einem delinquenten oder drogengeprägten Herkunftsmilieu.
Das Risiko wird durch die konzeptionelle Haltung von SOLSYSTEM minimiert. Das Team ist darauf geschult, die anfangs fast immer auftretenden Eskalationen und Grenzaustestungen als normalen Teil des Regulierungsprozesses auszuhalten. Da SOLSYSTEM das Setting nicht kündigt und die Struktur hält, verliert das sprengende Verhalten für den Jugendlichen seine Funktion, wodurch schrittweise emotionale Stabilität einkehrt.